Damit du als Mama auch zurück in deine Balance finden kannst, stehen die Bedürfnisse an ganz erster Stelle. Natürlich die deiner Kids, jedoch solltest du ab und zu auch deine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen, denn kommen diese zu kurz, machst du dir selbst einen Strich durch die Rechnung:

Tipp 1: Die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und darauf eingehen. Die berühmten 5 Minuten in Ruhe Kaffee trinken, aufs Klo gehen, sich mal kurz hinsetzen, etc. Die sind wichtig! Finde kreative Möglichkeiten, um auf deine Grundbedürfnisse eingehen zu können. Vor allem kleine Kinder fordern ständig unsere  volle Aufmerksamkeit, dennoch können auch sie sich mal kurz selber beschäftigen. Manchmal hilft es eine spezielle Spielzeug-Schachtel für solche Momente aufzubewahren. Die Spielsachen sind dann erstmal so interessant, dass du sicher 5 Minuten Ruhe hast. Manchmal hat man jedoch auch keine Nerven mehr für pädagogisch wertvolles spielen und dann finde ich auch das Handy oder den Fernseher völlig ok. Finde deine Lösung für dich selber, damit du auch deine Bedürfnisse erfüllen kannst.

Tipp 2: Rede dir deine Bedürfnisse nicht aus. Als Mami kommt es sicher vor, dass man die eigenen Bedürfnisse hinten anstellen muss, dies sollte jedoch kein Dauerzustand sein! Du brauchst Morgens oder Abends mal Luft für dich? Du willst Abends mal frei haben oder auch mal durch- und ausschlafen? Sprich darüber, nichts ist schlimmer als zu wenige Schlaf- oder Ruhepausen. Das gilt nicht nur für die Kids, sondern auch für die Mamis. Finde Lösungen mit deinem Partner oder deiner Familie. Vielleicht gibt es auch jemanden aus der Nachbarschaft, der/die gerne mit den Kids auf den Spielplatz geht oder Zuhause mit ihnen spielt. 

Tipp 3: Geräuschpegel überprüfen und allenfalls reduzieren. Ich höre sehr gerne Morgens Radio, am Mittag wird’s mir dann Zuviel. Da helfen Hörbücher im Kinderzimmer ungemein. Auch die ganzen Kinder-Musikinstrumente halte ich eine kurze begrenzte Zeit aus, danach klappen sich mir die Ohren zusammen. Wenn andere Kids auf Besuch kommen und der Lärmpegel ins unerträgliche steigt, dann packen wir meistens alle zusammen raus auf den Spielplatz. Achte dich auf deine Sinneswahrnehmungen und wann es dir Zuviel wird.

Tipp 4: Finde einen Ausgleich zwischen aktivem spielen, kuscheln und Ruhezeiten. Manchmal ist es wie verhext und kaum will man kurz seine Ruhe, wollen alle kuscheln. Will man kuscheln, wollen die Kids Party machen. Das ist alles ok und darf so sein. Ich lasse den Kids den Raum, den sie brauchen. Dennoch ziehe ich eine Grenze, wenn ich das Gefühl habe, seit Stunden sitzt ständig jemand auf mir drauf. Ich brauche auch mal Luft zum atmen und etwas Raum für mich. Wir haben das für uns in der Mittagspause gelöst. Dann ist Ruhezeit für alle und jeder zieht sich irgendwohin zurück. Der Jüngste schläft, der Grosse hört seine Hörbücher und ich habe Zeit für mich.

Tipp 5: Finanzielle Situation durchleuchten – Denke auch an deine Pensionskasse! Ok, das hat mit dem Alltag mit Kleinkids wenig zu tun. Aus Erfahrung weiss ich jedoch, wie belastend die finanzielle Situation sein kann und zwar unabhängig davon, ob man viel Geld hat oder wenig. Ob du arbeitest oder Vollzeit-Mama bist. Wie auch immer deine Situation sein mag, durchleuchte sie. Verschaff dir Überblick über deine Ersparnisse, Löhne, Kosten und vor allem deine langfristigen Auswirkungen darauf. 

Tipp 6: Die Sache mit dem Haushalt. Natürlich muss man den Haushalt machen und man ist ja oftmals mindestens zu zweit, um sich die Aufgaben zu teilen. Dennoch finde ich es extrem wichtig, dass man sich hierfür gewisse Zeitfenster nimmt, um nicht den ganzen Tag nur zu haushalten. An der Stelle macht es auch Sinn, sich Gedanken zu einer Haushaltshilfe zu machen, wenigstens alle paar Wochen um alles durch zu wischen. Abends aufräumen ist völlig ok, den ganzen Tag hinterher räumen bringt meistens für alle nur Stress. Das war für uns damals ein Grund, weshalb wir statt zwei Kinderzimmern ein Spielezimmer geschaffen haben. Das Chaos dort ist ok, in der restlichen Wohnung weniger. Ein Waschtag, ein Einkaufstag schaffen noch mehr Raum. Und ganz wichtig: Die Mittagspause geniessen ohne putzen und aufräumen!

Tipp 7: Sprechen und nicht erwarten. Ganz oft erwarten wir Dinge, ohne sie auszusprechen. Irgendwann läuft dann das Fass über und es gibt Streit. Meistens mit dem Partner. Ich scheue mich heute nicht mehr, um Hilfe zu bitten und zu sagen, wenn ich erschöpft bin oder Unterstützung brauche. Das hilft dem Partner ungemein, denn dann weiss er, wie er auch dich unterstützen kann.

Tipp 8: Hab Spass mit deiner Familie! Nicht alles ist immer nur purer ernst. Es ist lustig draussen Dinge gemeinsam zu entdecken oder auch mal wieder im Sandkasten zu buddeln. Ich finde es auch lustig, mich von ihren Ideen mitreissen zu lassen. Da gibt es so viele Möglichkeiten, die wir ohne Kinder uns gar nicht trauen würden! Schaukeln so hoch es geht, in Pfützen zu springen oder einfach mal wild drauf los zu malen. Überleg dir was dir Spass macht und nimm die Kids mit! Und lass dich ab und zu von ihnen ins Spiel einladen. Kinder lachen soviel mehr als Erwachsene, das ist gut für Geist und Seele.

Tipp 9: Finde einen Ausgleich für dich zu Arbeit – Familie, etwas, wofür du auch tatsächlich Zeit hast und dir Freude bereitet. Vielleicht ist es ein Abendkurs im Yoga oder sonst irgendein Sport- oder Kreativ-Kurs. Nimm dir dafür Zeit, damit du ausgeglichen bleibst. Wenn du Lust auf etwas hast, dann tu es. Es muss weder erfolgreich noch herausragend sein, sondern soll dir einfach Spass machen!

Tipp 10: Denke an die Zukunft, Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität, Naturschutz, etc. Etwas was dich und deine Kids interessiert. Damit machst du die Welt ein bisschen besser und kannst auch etwas zurück- und weitergeben. Ihr liebt den Wald? Prima! Erzähl ihnen vom Wald, von der Natur und wie man mit ihr umgeht. Ihr liebt Tiere? Prima! Erzähl ihnen von ihnen, was sie brauchen und wie es um ihren Lebensraum steht. Spuren lesen, Tiere füttern und sich um sie sorgen ist unglaublich wertvoll. Die Rolle der Frau verändert sich, dazu kannst du aktiv einen Beitrag leisten. Was immer dein Interessengebiet ist!

Du hast weitere Anregungen oder Gedanken? Schreibe mir!

Bild: Pexels von Artem Bali
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