Das Leben von Mamis umfasst eine unglaubliche Tragweite an Organisation, Prioritäten, Sorgen, Emotionen und Bedürfnissen. Alles was im Fernsehen chaotisch und fernab jeder Realität aussieht, wird im echten Leben zur Herkules-Prüfung. Als arbeitende Mami mit zwei kleinen Jungs kenne ich nicht nur die eigenen Hoch und Tiefs, sondern auch die verschiedenen Entwicklungsphasen von Kleinkindern und wie sich diese auf dich als Mama auswirken. 

Wenn ich so zurückdenke an meine Partyzeiten, so war keine After-Hour noch mehrtägige Partymarathon dermassen kräftezehrend, wie eine Woche mein zahnendes Baby. Meistens kriegt man nach den ersten zwei Jahren dann auch das meiste ganz gut gebacken und hat sich mit allem ganz gut arrangiert. In dieser Zeit gibt es immer wieder Momente, in denen ich mich auch persönlich immer wieder gefragt habe: War’s das? Werde ich bis meine Jungs 20 sind und vielleicht ausziehen in diesem Alltagstrott sein? Mit einem Fuss im Berufsleben bleiben und mit dem anderen die Familie jonglieren? 

Fokusveränderung nach der Geburt

Mein Fokus nach der ersten Schwangerschaft stand ganz klar darauf, wie ich meine Karriere nicht direkt ruiniere, dennoch für meine Familie da sein kann, einen Plan B (und C und D) im Sack habe für allfällige Organisatorische Notfälle und wie ich meine Beziehung am Leben erhalte. Mit der realen Fokusveränderung habe ich dann irgendwie aber überhaupt nicht gerechnet. Vorher hatte ich ein gutes Bild vor Augen, wie man das alles mit Kind so schaukelt. Aber nach knappen 5 Monaten Mutterschaftsurlaub sich vom Kind trennen war in Realität ein Kraftakt. Mehrere Wochen stand ich heulend im Firmen-WC, weil ich den Kleinen einfach vermisste und das Gefühl hatte, etwas falsch zu machen. Dennoch liebte ich den Ausgleich zu arbeiten, aber ich musste meine Gefühle sortieren. Musste einsehen, dass dieser Ausgleich eben für mich auch wichtig ist und ich in meinen Augen Zuhause dann auch die bessere Mama sein konnte. 

Karrierepläne mit Kindern

So gerne hätte ich die eine oder andere Weiterbildung in Angriff genommen. Zeitlich wäre es machbar, organisatorisch auch, aber nervlich für mich einfach nicht zu schaffen. Einerseits lag mein Hirn mit der Stilldemenz brach, andererseits konnte ich abends nicht mal mehr irgendwelche Facebook Posts mehr richtig lesen. Ich fühlte mich wie Matsch und Schlaf war mein wertvollstes Gut geworden. So habe ich mich auf Weiterbildungen welche tageweise stattfanden konzentriert, einen Sprachkurs via App absolviert und an Workshops teilgenommen. Der Abend und das Wochenende wurden mir heilig. 

Die eigenen Bedürfnisse

Nicht nur der Schlaf wurde mir unglaublich wichtig, ich weiss heute auch, dass ich unter der Woche spätestens um 23h ins Bett muss. Ansonsten bin ich schlichtweg nicht auf der Höhe. Sonntag ist mein Ausschlaf-Tag und ich schlafe dann wirklich. Mit Ohrstöpsel, damit einfach wirklich Ruhe herrscht. Das Gleiche gilt für die Mittagspause. Sie ist mir einfach heilig geworden und die Jungs haben das von Anfang an gut akzeptiert und mitgemacht. Mittags herrscht bei uns einfach Stille. Der Kleine schläft, der grosse hört seine Hörbücher und ich lege mich hin und habe Zeit für Kaffee, Zigarette oder meinen Blog. What ever. Meine Bedürfnisse sind wichtig, ich muss auch ab und zu auf sie eingehen können und ich weiss heute, welche meiner Bedürfnisse sozusagen „verhandelbar“ sind und welche nicht. 

Das Mutter-Tier im Job

Ich bin nach wie vor absolut davon überzeugt, dass die Entwicklungqualität und die Reife die eine Frau mit der Geburt und den Kindern durchmacht, unglaublich und wertvoll ist! Die Mamis die ich im Job kennengelernt habe, sind verhandlungsstark, kompromissbereit, offenherzig, humorvoll und schlichtweg wunderbar. Sie haben unglaublich viel auf dem Kasten und meistern viele schwierige Situationen schlichtweg souverän. Warum? Weil es nichts ist zu dem Wahnsinn der einem manchmal Zuhause begegnet! (Hast du schonmal einem 4 jährigen versehentlich die Spagetti mit der Sauce vermischt und sorry – die sind dann einfach nicht mehr essbar!) 

Der Wert einer Mami

Vorauf ich eigentlich hinaus will ist, dass all das was du und ich so gelernt und gemeistert haben, das alles ist wertvoll. Das alles ist nicht selbstverständlich und überhaupt nicht einfach. Dafür bist du im Job wertvoller und auch als Mensch reifer. Es gibt immer Tage, da funktioniert einfach nichts und alles ist doof. Keine Frage, aber es schmälert nicht deinen Wert und du musst durch all das auch auf keinen Fall alleine. Somit solltest du dir spätestens jetzt für eine Minute etwas überlegen (gerne auch auf dem Klo damit du Ruhe hast): Was sollte jetzt für dich wieder vermehrt in den Fokus rücken? Was ist dir wichtig und was möchtest du für dich in Angriff nehmen? Denke gross und beginne klein, lass dich nicht beirren, suche dir Unterstützung, verhandle, diskutiere und kämpfe dafür!

Mama Coaching in Bern – falls ich dir dabei helfen darf.

Bild von Pexels: Energepic.com
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