Es gibt allerlei Schmerzen und jeder einzelne davon bringt uns zurück zu uns. Vor allem bei körperlichen Schmerzen. Nichts kann uns so sehr fokussieren, als eine schmerzende Stelle im Körper. Jeder der schon einmal einen eingeklemmten Ischiasnerv zum Beispiel hatte wird wissen was ich meine. Einen Knochenbruch, eine Schnittwunde,…

Der Körper als Ankerpunkt
Ich meine jedoch nicht nur reine Unfälle, sondern auch Schmerzen, welche aufgrund unserer Denk- und Lebensweise auftreten. Ich komme nicht umhin, immer wieder von Stress zu sprechen, denn die körperlichen Auswirkungen bei dauerhaften Stress sind enorm. Wir sind uns dessen oftmals gar nicht bewusst, denn bis wir Rückschlüsse zum Alltagsstress machen, schreit der Körper bereits aus sämtlichen Kanälen. Da hat man sich schon mit einem nervösen Reizdarm abgefunden oder akzeptiert Montags das Herzrasen, wenn man zur Arbeit fährt. Alles total normal sagt der Verstand. Nach dem nächsten Urlaub wird’s besser. Denkste…

Bewusstheit
Und dann kommt etwas, das ganz ganz viele Menschen einfach mit sich selber wegdiskutieren. Warum der Schmerz da ist und was es damit auf sich hat. „Das kann ja nicht von Stress sein, Stress sieht ja ganz anders aus“, „Das trifft mich nicht, ich bin viel zu stark, als dass mein Körper jetzt versagt“, „Ich bin ja noch zu jung um Stressanzeichen zu haben“,… Und jenes kleine Stimmchen, das durchaus deutlich in einem drinnen ruft, wird kläglich überhört. Iss ein bisschen gesünder, trink weniger Alkohol, schlaf doch ein bisschen mehr, geh mal zum Arzt, ich kann nicht mehr… Und dann passiert es, dass es sogar gestandene Frauen aus den High Heels wirft, weil der Körper genug hat. Er stellt gewisse Dienste ein. Der Verstand überhitzt und fängt an zu rauchen wie ein durchgebrannter Motor. Jetzt wird man sich zwangsläufig so Einiges bewusst. Dass man doch schon viel früher gemerkt hat, dass etwas nicht mehr stimmt. Im Alltag war die Bewusstheit nicht da. Wegdiskutiert und ausgeklammert, oftmals aus Angst man müsse sich selber Schwäche eingestehen. Bis es einfach nicht mehr geht.

Aus dem Rahmen fallen
Der Weg bis zum Totalausfall ist meistens schon ein längerer und der Körper macht unglaublich viel mit. Wir machen unglaublich viel mit. Aber warum tun wir das? Wieso können wir uns nicht hinstellen und sagen: Ich mag nicht mehr ackern wie ein Gaul. Die Arbeit macht mir keinen Spass. Die Beziehung ist nicht gut für mich. Die täglich schlechte Laune oder Herabwürdigung bin ich Leid. Oder ich bin einfach gelangweilt von meinem Leben! Ich fühle mich alleine und einsam und ich mag das nicht mehr. Wieso können wir uns so schlecht bewusst machen, was wir haben / möchten / sein wollen / sind? Weil wir nicht aus dem Rahmen fallen wollen. Wir wollen nicht, dass uns jemand aus der Gemeinschaftsherde verstosst und gleichzeitig blicken wir leicht neidvoll zu denjenigen, denen die Meinung der anderen völlig egal ist. Wir können das auch. Du kannst das auch!

Bewusstheit zum 2.
Der erste Schritt ist es, sich seine Situation bewusst zu machen. Natürlich gibt es Umstände, die du heute nicht gleich ändern kannst. Du sollst auch heute keinen Job kündigen oder Beziehung beenden. Du sollst mal in dich hineinfühlen wie sich dein Körper anfühlt. Was fehlt ihm und was braucht er? Dann fühlst du in deinen Mindest. In deine Lebenseinstellung. Wie positiv und Lebensbejahend bist du unterwegs? Und dann fühlst du ein Stück aus der Erde hinaus ins Universum. Nimm ein wenig eine Vogelperspektive an und betrachte dein Leben aus einem höheren Blickwinkel. Was ist deine Bestimmung, warum du hier bist? Wo ist dein Platz auf der Erde und was möchtest du aus reiner Liebe und Freude gerne tun? Was hast du als Kind schon so gerne gemacht und wie bringst du das wieder in deinen heutigen Alltag?

Bewege Energie
Und dann beginnst du zu laufen und unternimmst die ersten Schritte. Das heisst, du fängst tatsächlich an etwas Konkretes zu tun. Rede nicht nur davon. Denke nicht nur daran. Unternimm etwas! Oder wie ich immer sage: Bewege Energie!
Nicht kopflos und sinnlos, sondern mit Vorfreude auf die Veränderung. Büschle deinen Körper und deine Energien, schlag die Ärmel nach oben und werde bewusst und konkret gegenüber dir selber.
Dir ist im Job langweilig? Also finde heraus, was dir Freude bereitet. Suche dir Kurse, Weiterbildungen, Projekte in deinem Job die dir Spass machen. Die Stimmung auf der Arbeit ist schlecht? Sprich mit den Menschen darüber. Verändere aktiv dein Umfeld durch Musik oder finde heraus, welche Stimmung du künftig brauchst, um glücklich zu sein. Du bist oft einsam und allein? Rede darüber, teile dich mit. Frage aktiv nach Menschen, die gerne und mit Freude Zeit mit dir verbringen möchten. Vielleicht entdeckst du sogar ein neues Hobby oder wirst kreativ!

Setze dich in den Fokus
Kümmere dich um deine Angelegenheiten. Regle Schulden oder Probleme, gehe sie aktiv an und lasse dein Leben nicht fremdbestimmt. Kläre schwierige Beziehungen oder offene Diskussionspunkte. Geh zum Arzt und kläre deine Schmerzen ab. Verbinde dich mit deinem Bauchgefühl und achte auch die Intuition. Frage nach! Immer und überall, damit du verstehst und dazu lernen kannst. Betrachte dein Leben ab und zu als Abenteuer und nicht als lästige Pendenzenliste.
Der Verstand ist ein verhältnismässig kleines Sichtfeld zum Bewusstsein und zur Intuition. Wir können verstandesmässig vieles nicht erfassen, also gehen wir zurück ins fühlen und spüren.

Keine Diskussion
Um sich selber wieder zu spüren und auch das grössere Ganze vielleicht ansatzweise erkennen zu können, dafür braucht es einen Moment der Ruhe. Und zwar Ruhe von den eigenen Gedanken! Gewisse Dinge muss man nicht gedanklich verhackstücken, es wird dadurch meistens noch gar nichts besser. Du kannst deine Einstellung zu etwas ändern, deine Sichtweise, deine Worte und Taten. Aber diskutiere nicht mit deinem Verstand. Du gegen dich sozusagen. Das kostet unglaublich viel Energie und ist ausserdem meistens sehr demotivierend und führt zu gar nichts. Vielleicht hat es schon während dem Lesen angefangen: „Das kannst du sowieso nicht“, „das sagt sich ja alles so leicht“, „für mich gibt’s keine so einfache Lösung“, „ich muss halt den schwierigen Weg gehen“, „ich bin noch gar nicht so weit, als dass ich damit anfangen kann“, „das ist alles viel zu schwer für mich“,…..
STOP! Lass den Verstand weiterreden, aber diskutiere nicht mit. Richte gleich mal deine Aufmerksamkeit auf deine Fusssohlen und spüre den Boden oder die Schuhsohle deiner Schuhe. Atme ein paarmal in deine Fusssohlen mit dem Satz: Ich liebe mich so wie ich bin und ich bin dankbar für alles was ich bisher für mich getan. Hände aufs Herz und spür mal deinen Herzschlag. Oder leg mal den Finger auf den Puls am Hals. Das bist du! Du lebst und atmest und keiner weiss, wie lange das so sein wird. Aber jeder Pulsschlag ist eine Erinnerung daran, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat.

Los geht’s!
Raus aus der Entschuldigung und hinein ins Leben. Öffne dich für kleinere und grössere Chancen und Möglichkeiten. Niemand weiss was morgen sein wird. Wenn du jedoch wüsstest, dass du morgen nicht scheitern kannst, was würdest du dann heute noch tun?

 

Bild von Pexels Matheus Bertelli

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