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Hallo du Liebe

Ich habe in meinen jungen Jahren sehr viel Zeit in Retreats, Yoga Klassen oder in schamanischen Meditationskursen verbracht und ganz viel über Körper, Geist und Seele gelernt. Als ich dann Mama wurde veränderte sich das alles, denn der Fokus, der vorher ganz klar auf mir und meiner Beziehung lag, wanderte zu den Kindern und ihren Bedürfnissen. Das war lange Zeit ganz ok für mich, doch jetzt merke ich, dass ich einen Brückenschlag machen möchte, zwischen der achtsamen Zeit von damals und der unfokussierten Zeit von heute. 

Wenn ich mich zurück erinnere, dann habe ich mich für all die Kurse und Weiterbildungen angemeldet gehabt, weil es mir in erster Linie gut tat. Ich wollte mich selber besser verstehen, die Welt ergründen und mich selber spüren. Im Grunde hat sich hierzu zu heute gar nicht viel verändert, nur dass ich für das alles viel weniger Zeit habe. Aber stimmt das wirklich? Ein Akt in 3 Schritten:

1. Akt: Zeit für Achtsamkeit haben

Wenn ich wirklich wirklich wirklich ehrlich bin, dann ist die Zeit dafür schon da, die Schwierigkeit liegt im Grunde ganz wo anders: die Zeit DAFÜR zu nutzen.

Ich habe das analysiert anhand eines Vormittags von mir, klassischerweise ein Vormittag mit Kindern und unter den aktuellen Umständen von Homeschooling. Meistens wache ich von selbst um 7h auf und strecke mich ein wenig für mein 5 Minuten Bettyoga. Oftmals schaffe ich die 5 Minuten gar nicht fertig, weil ich schon einen Blick aufs Handy geworfen und den Flugmodus entfernt habe. Danach passiert etwas super spannendes: Es trudeln Meldungen ein. Diese kleinen roten Zeichen die anzeigen, wieviele Nachrichten pro App gekommen sind stören mich augenblicklich, sodass ich meistens die 5 Minuten Morgen Yoga trotz der Kürze nicht fertig mache. Oder ich mache sie fertig, bin jedoch im Kopf schon nicht mehr frei. Allerdings habe ich gemerkt, dass wenn ich den Flugmodus nicht einschalte und vor meinem Bettyoga die Fensterstoren ein wenig kippe, dann kann ich auf dem Bett sitzen und direkt den Sonnenaufgang sehen. Und wenn ich das tue, dann entspanne ich mich augenblicklich und mein ganzer Körper und Geist kommt in dieser Schönheit zur Ruhe. Das Schwierige ist damit eigentlich nur, das Handy nicht zum Leben zu erwecken, bevor ich nicht voll da bin. 

Meine persönliche Empfehlung:
Wenn du am Morgen im Halbschlaf als erstes auf den Handy schaust, stell sicher, dass nicht gleich ungefiltert News auf dich einprasseln. Diese Zeit am Morgen legt den Grundstein für den Rest des Tages und noch wichtiger: die ersten Gedanken haben enorme Auswirkungen auf deine Stimmung! Nutze die ersten Minuten besser für schöne und positive Gedanken.

Achtsamkeit
Yoga im Bett

2. Akt: Aufmerksamkeits-Flipper

Oftmals versuche ich etwas für mich zu tun, mit den Kindern. Das funktioniert nur mässig gut. Yoga mit Kleinkindern ist ganz ok. Ich kann den Atemrythmen nur teilweise folgen und bei der Entspannung auf der Matte lauert ständig eine angespannte Angst, dass der 2 Jährige mir aus dem Nichts in die Rippen springt. Was ganz gut klappt ist, wenn ich auf dem Handy lese und trotzdem bei den Kids im Spielezimmer bin. Meistens reicht meine Anwesenheit, damit sie zufrieden spielen können. Wenn ich jedoch etwas schreiben möchte muss ich vor den Jungs aufstehen, damit ich mich in Ruhe konzentrieren kann. Früher habe ich Ölbilder gemalt, dafür fehlt mir schlichtweg die Zeit und der Platz dafür. Heute male ich Ausmalbilder mit den Kindern, was auch völlig ok ist. Was ich jedoch beobachtet habe ist, dass ich mit der Aufmerksamkeit ständig flippere. Bin ich bei den Jungs denke ich „Oh, die spielen gerade schön, jetzt könnte ich ein wenig schreiben“. Und dann versuche ich das, obwohl ich weiss, dass ich nicht lange Ruhe haben werde und dann möchte ich meine Gedanken fertig schreiben und dann geht das alles nicht so gut. Also wandere ich zwischen Spielezimmer und meinem Schreibtisch hin und her in der Hoffnung, jetzt gleich ein wenig Zeit zum schreiben zu haben. Aber dann hat einer Hunger oder im Badezimmer das Waschbecken mit Wasser gefüllt oder die Jungs streiten lautstark durch die Wohnung. Und irgendwann bin ich genervt, weil ich doch schreiben wollte, obwohl ich vorher genau wusste, dass ich keine ruhige Minute dafür haben werde. 

Wenn ich das von Aussen betrachte, ist das verlorene Zeit für uns alle. Ich bin nicht hier und nicht dort, eigentlich unnötig gehetzt und werde niemandem gerecht. Also beginne ich die Zeiten zu trennen und gedanklich auch dort zu sein, wo ich gerade bin: Ich spiele mit den Jungs, wenn ich bei ihnen bin. Ich kuschle mit ihnen, baue mit ihnen oder lese ihnen etwas vor. Ganz klassisch, ganz idyllisch.

Wenn der Grosse im Homeschooling ist, dann darf der Kleine auch ein bisschen auf dem iPad spielen und wir sitzen alle am Tisch mit unseren Geräten, Blöcken und Stiften. Und dann habe ich Zeit zum Schreiben. Eine ganze Stunde lang.

Meine persönliche Empfehlung:
Gedanklich zu flippern hat für mich nichts mit Multitasking zu tun, sondern mit Ablenkung, Zerstreuung und geistiger Abwesenheit. Ganz im Hier und Jetzt zu sein heisst, mit Körper, Geist und Seele da zu sein, wo du gerade bist. Wenn du ständig an etwas anderes denkst oder auch immer wieder in dein Handy „abtauchst“ bist du schlichtweg nicht da. Sich das bewusst zu machen, hilft dir für deine Achtsamkeit.

Aufmerksamkeit bei den Kindern
Aufmerkasmkeit im Homeoffice

2. Akt: Soul-Food

Ich habe gemerkt, dass es Dinge gibt, die ich gerne mit den Jungs mache, die völlig simpel, aber total bereichernd für mich sind. Zum Beispiel Palatschinken zu machen. Palatschinken begleiten mich schon mein ganzes Leben und ich habe viele Varianten mittlerweile getestet. Ich mag die Süssen mit Aprikosenmarmelade drin. Es ist ein Essen aus meiner Kindheit, das ich mit totaler Glückseligkeit verbinde. Da mein Mann meint, das sei ein Dessert und keine Mahlzeit, mache ich sie oft Mittags. Dann ist er nicht da und ich geniesse die Glückseligkeit mit den Jungs. Im Sommer schmeisse ich auch manchmal eine Kugel Vanilleeis dazu und wir sind im 7. Himmel. Oder nach dem Duschen sich ins Bett kuscheln. So toll! Ein Moment der puren Freude für mich. Mittlerweile springen alle ins Bett, selbst wenn nur einer von uns duschen war, aber es ist die Zeit zum Kuscheln und rangeln am Tag. Ich habe auch die speziellen Mama-Abende. Wenn mein Mann abends ausser Haus, dann habe ich mit den Jungs vor dem Fernsehen Pizza gegessen. Ich finde das toll, selbst wenn es nur Puh der Bär war. Diese Momente sind für mich Seelenfutter und ich hege und pflege sie wie kleine Schätze. 

Ernährung ist mir grundsätzlich sehr wichtig: Du bist was du isst – hat mein Leben geprägt. Auch wenn ich mir heute die Kochzeiten regelmässig mit meinem Mann aufteile, erhielt die vegetarische und vegane Küche Einzug bei uns. Ich wollte die Freiheit haben, das zu essen was mir gut tut und bin im 2019 wieder zurück zur vegetarischen Ernährung gegangen, auf dem Weg Richtung vegan. Uns allen geht es damit besser und ich behalte meine Freude am kochen.

Meine persönliche Empfehlung:
Die Ernährung hat einen grossen Einfluss auch auf deine geistige Gesundheit und die deiner Kinder. Nicht jeder verträgt alles gleich gut und gleich viel. Darauf zu achten wo du einkaufst, wie du kochst und was du isst, ist ein Kreislauf der ganz bewusst ablaufen sollte und in jedem Fall grosse Auswirkungen auch auf die Umwelt hat. 

Kennst du schon meine Top 3 Atemübungen gegen Anspannung, Angst und Nervosität? Ich nutze sie ganz oft im Alltag und sie sind absolut praktisch für Zwischendurch. 

Liebe Grüsse
Deine Dorothee

Bilder: Dorothee Brumann

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